PSV Eindhoven und Manchester City siegen in Steinhagen

SVEN HAUHART

Mit vereinten Kräften: Steinhagens Torwart Max Uhlemeyer (von links), Steven Wlasik und Otis Wöstenfeld verhindern einen Treffer des FC St. Pauli. - © Foto: Sven Hauhart
Mit vereinten Kräften: Steinhagens Torwart Max Uhlemeyer (von links), Steven Wlasik und Otis Wöstenfeld verhindern einen Treffer des FC St. Pauli. (© Foto: Sven Hauhart)

Steinhagen. Mit wem man während des Internationalen Ford-Hagemeier-Cups auch sprach, es gab keine zwei Meinungen. Das, was vor allem der Nachwuchs der Proficlubs am Cronsbach bot, war ganz großer Sport. Dynamik, Spielverständnis, Technik und rassige Zweikämpfe – die kleinen Kicker zeigten alles, was den Fußball so faszinierend macht. Und hinterließen bei den heimischen Kindern, Eltern und Betreuern offene Münder des Staunens.

„Die Jungs haben nur noch von Manchester City geredet", verriet Steinhagens U8-Trainer Jonas Freudenau nach der äußerst achtbaren 0:4-Vorrundenniederlage seines Teams gegen den späteren Cupgewinner. Kein Wunder, denn die Wucht, mit der die Engländer auftraten, machte sie bereits früh zum Topfavoriten. Dass sie dennoch nicht locker durch das Turnier spazierten, sprach für die Qualität der Veranstaltung. In der Zwischenrunde hatten die Jungs von der Insel in Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig ebenbürtige Gegner. Auch das Finale gegen den 1. FC Köln war eine enge Kiste.

PSV Eindhoven und Manchester City siegen in Steinhagen

„Das ist ein in allen Bereichen exzellent organisiertes Turnier. Vom Hotel über das Essen und den Transport bis hin zum sehr leistungsorientierten sportlichen Niveau. Das Wichtigste für uns ist aber zu sehen, wie die Jungs Spaß am Fußball haben", sprach Manchesters Chefcoach Ian Fitzpatrick den Turnierorganisatoren ein großes Lob aus. Am Ende hatte sich der weite Weg für sein Team gelohnt. Die Citizens – zu deutsch Bürger – gewannen das Endspiel mit 1:0 und zähmten so die Geißböcke.

Diese mussten sich eine Altersklasse darüber ebenfalls erst im Finale geschlagen geben. Gegen den Vorjahreszweiten PSV Eindhoven, der von den gegnerischen Fans in Holland mit dem wenig schmeichelhaften Spitznamen »Boeren« (Bauern) belegt wird, unterlagen die Kölner mit 2:3 erneut knapp. Zusammen mit Eindhovens Samuel Dumbilli stellten die Rheinländer in Osman Turay immerhin den besten Spieler des Turniers. „Den Namen müsst ihr euch merken", raunte Kölns Trainer Ahmet Kücükoglu seinen Kollegen aus Bochum und Dortmund bei der Siegerehrung zu.

Von solchen Ehren waren die heimischen Kinder vom BV Werther und der Spvg. Steinhagen erwartungsgemäß weit entfernt. „Für die Jungs ging es um das Erlebnis, mal gegen solche Mannschaften spielen zu dürfen", sagte Werthers U9-Trainer Morten Stiller, der mit seiner Mannschaft in der Vorrunde gegen Leverkusen mit 0:12 unter die Räder kam. Und das, obwohl die Leverkusener vom BV beherbergt wurden. „Als wir abends bei uns am Platz gegrillt haben, haben die Kinder aber bunt gemischt zusammen gebolzt", berichtete Stiller, dass der Nachwuchs vom Werksclub trotz harter Arbeit und Disziplin den kindlichen Spaß am Fußball nicht verloren hat.

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