Neue Betrugsmasche: Polizei warnt vor vermeintlichen Haftbefehlen

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Symbolfoto - © Gerhard Seybert - Fotolia
Symbolfoto (© Gerhard Seybert - Fotolia)

Altkreis Halle (HK/zim). Die Polizei warnt aktuell vor Tätern, die gefälschte Haftbefehle mit Geldforderungen per Post oder Email an oftmals ältere Menschen versenden. Den Beamten wurden im Kreis Gütersloh bislang vier Versuche gemeldet. In allen Fällen scheiterten die Täter allerdings. Die Senioren gingen nicht auf die Forderungen der Betrüger ein.

Dennoch ist von einer bundesweit auftretenden Betrugsmasche auszugehen, die auch im Kreis Gütersloh häufiger eingesetzt werden wird, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Die gefälschten Haftbefehle, die angeblich von verschiedenen Staatsanwaltschaften verschickt wurden, sähen für das ungeübte Auge oftmals täuschend echt aus. Um diese Echtheit vorzutäuschen, versehen die Täter das Dokument mit einem Behördenstempel und einer Unterschrift.

Die Empfänger wurden laut Polizei aufgefordert, innerhalb von drei Tagen einen fünfstelligen Geldbetrag zu überweisen, da sie ansonsten eine langjährige Freiheitsstrafe antreten müssten. Alternativ zur Ratenzahlung wird der Haftantritt in einer näher bezeichneten JVA mit konkretem Termin angeboten.

Die Betrüger bieten die Möglichkeit der Ratenzahlung an und liefern zur Klärung der Formalitäten gleich eine Telefonnummer des angeblichen Staatsanwaltes mit. Wird diese Nummer angerufen, ertönt ein aufgenommenes Besetztzeichen. Die eigene Nummer wird den Tätern aber angezeigt, um diese für weitere Straftaten verwenden zu können.

Die Polizei Gütersloh warnt vor diesen Schreiben und empfiehlt:

  • Ignorieren Sie derartige Schreiben, überweisen Sie kein Geld und händigen Sie kein Geld an mögliche Abholer aus.
  • Wählen Sie den Polizeiruf 110, wenn Sie Hilfe brauchen oder bedrängt werden.
  • Rufen Sie auf keinen Fall die im Schreiben angegebene Telefonnummer an, denn Ihre Nummer könnte zur Begehung späterer Straftaten gespeichert werden.
  • Schreiben Sie auf keinem Fall die im Schreiben angegeben Post- oder Emailadresse an.

Für Fragen steht die Polizei unter Tel. (05241) 8690 zur Verfügung.

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