Tempobremsen in der Bergstaße und Am Alten Hof

Nicole Donath

Vor dem Abriss: Die markante Mittelinsel, die obere und untere Bergstraße miteinander verbindet, wird durch eine geradlinige Verbindung ersetzt. - © Foto: Nicole Donath
Vor dem Abriss: Die markante Mittelinsel, die obere und untere Bergstraße miteinander verbindet, wird durch eine geradlinige Verbindung ersetzt. (© Foto: Nicole Donath)

Halle. „Wir haben hier einen Fehler gemacht", räumte Dieter Jung von den Grünen vor der Abstimmung über die Umgestaltung der Bergstraße ein. „Wir hätten eine Variante anbieten sollen, die den Erhalt des Rondells vorsieht. Ich werde heute dem Umbaukonzept zustimmen, allerdings tut es mir in der Seele weh." Mit den Stimmen des gesamten Bau- und Verkehrsausschusses ist der Umbau der Bergstraße zur Tempo-30-Zone nun beschlossene Sache.

Bedauern: Dieter Jung (Grüne) tut die Zustimmung „in der Seele weh“. - © Foto: Grüne
Bedauern: Dieter Jung (Grüne) tut die Zustimmung „in der Seele weh“. (© Foto: Grüne)

Konkret verständigten sich die Politiker im zweiten Anlauf darauf, dass es im oberen Bereich der Bergstraße künftig nur noch einen Gehweg geben wird. Auf der gegenüberliegenden Seite soll eine Versickerungsmulde angelegt werden. Um der Straße auch tatsächlich einen Tempo-30-Charakter zu verleihen, sollen außerdem Pflanzbeete eingebaut werden. „Auf diese Weise wird verhindert, dass die Bergstraße als Abkürzung für den Grünen Weg benutzt wird", erklärte Wolfgang Bölling (SPD).

Das markante Rondell soll hingegen abgerissen werden, weil obere und untere Bergstraße künftig durch eine geradlinige Straße miteinander verbunden werden. „Rechts und links davon werden Grünflächen angelegt", erklärt Ralf Düspohl vom Ingenieurbüro Röver. Die Kosten für den Straßenendbau, der im nächsten Frühjahr beginnt, betragen rund 435.000 Euro, die Sanierung der öffentlichen Kanäle weitere 238.000 Euro. Die Anlieger werden zu 60 beziehungsweise 70 Prozent an den Kosten beteiligt.

Vorsitzender: Detlev Kroos (CDU) - © Birgit Nolte, HK
Vorsitzender: Detlev Kroos (CDU) (© Birgit Nolte, HK)

Auch die Straße »Am Alten Hof« soll saniert werden, entsprechende Pläne wurden den Anliegern im Juli dieses Jahres vorgestellt. „Dort wurde grund-sätzlich bezweifelt, dass die Notwendigkeit einer Straßenerneuerung in dem Altbereich erforderlich sei", berichtete Düspohl. Allerdings gibt es einen Grundsatzbeschluss des Rates, demzufolge Straßen im Innenbereich, die älter als 40 Jahre alt sind und nachhaltige Schäden aufweisen, nach dem gültigen technischen Regelwerk zu erneuern sind.

Vor die Wahl gestellt, ob man nun einen verkehrsberuhigten Bereich oder eine Tempo-30-Zone wünsche, stimmte die Mehrheit der Anlieger für eine verkehrsberuhigte Zone. Ebenso entschieden die Anlieger des benachbarten Meisenbrinks, deren Straße ebenfalls neu geordnet wird. Insgesamt sind die Baukosten für den Straßenendausbau mit 90.000 Euro veranschlagt, die Baukosten für die nachmalige Straßenwiederherstellung mit 200.00 Euro und der Umbau von Misch- auf Trennsystem mit 285.000 Euro. Auch hier werden die Anlieger beteiligt.

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